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Rheinische Post, September 2009



Akustik Gitarre, Mai 2008, Rezension über die CD "Pontan"

Pontan Akustik Gitarre Mai 08

Ruhr Nachrichten Lünen, Dienstag, 28. Februar 2006

MELIDO's magische Musikmomente

Lünen - Die Harfe ist eher für verträumte, fließende Melodien und Akkorde und Soundteppiche bekannt.
Dass man auf einer Keltischen Harfe auch einen richtigen Blues zupfen kann, davon überzeugten sich am Freitag die über 70 Besucher der Blauen Stunde im Jazzclub am Stadthotel. Das Trio Melido war zu Gast. Der Franzose Raphaël Mélik spielt diese Harfe - und eben diesen Blues.
Melido bot den Zuhörern aber viel mehr als eben diesen Blues. Die Eigenkomposition - eine kleine Weltreise, was die Orte der Entstehung angeht - entziehen sich einer Einordnung in bestimmte Stile. Latin, Jazz, Weltmusik, Pop - die Mischung ergibt einen sehr eigenständigen Stil. In Harmonien schwelgend, feine Melodielinien mit viel Platz für Improvisationen. Richtig zuckersüß und damit in Gefahr, langweilig zu werden, wird es aber nie. Dafür sorgen vor allem auch die "krummen" Takte. 9/8, 7/4, da gelingt das Mitschnippen nicht immer.
Bravourös hält Percussionist Boris Becker das Trio rhythmisch in der Spur, setzt Orientierungspunkte für die solistischen Ausflüge Meliks und des Gitarristen Frank Does, die bis vor kurzem noch als Duo unterwegs waren. Becker ist ein Gewinn.
Wenn die Zuhörer mucksmäuschen still sind und eben nur zuhören, dann liegt das an den Kompositionen Melidos, deren Zauber man sich nicht entziehen kann.

Dieter Hirsch


WZ Krefeld 16.02.2004 "Klapperschlange hat Jazz im Blut"

Harfe-Gitarre-Duo "MELIDO" feierte Debüt

Mit ruhigen, lebhaften, rhythmischen und melodischen Jazzliedern feierte am Samstag das Duo MELIDO sein Debüt. Frank Does, Gitarre, und Raphael Mélik an der keltischen Harfe präsentierten in "Meuters's Musikwelt" in Schiefbahn ihre eigenen Kompositionen. Jazz mit Einflüssen aus den verschiedensten Ländern und Richtungen fand sich in den Stücken wieder. So trug beispielsweise das lebhaft und beruhigend zugleich wirkende Stück "Tempo Loco" brasilianische Einflüsse, während es in "Gaida" eher orientalisch zuging. Doch nicht nur die Saiten von Gitarre und Harfe kamen zum Einsatz. In dem Lied "Yes I Know" wurde auch gesungen.

Seit einem Jahr spielen die beiden Musiker nun schon in der besonderen Konstellation zusammen. "Wir arbeiten zunächst die Harmonien aus", erzählt Frank Does, "und werden dann wahrscheinlich ein Duo mit Quartett-Ambitionen. Das Publikum belohnte die Musiker mit Applaus und viele staunten offensichtlich immer wieder über die Fingerfertigkeit des Harfenisten." Da ist so ein Bass mit vier Saiten doch übersichtlicher", flüsterte ein Zuhörer augenzwinkernd. Souverän wechselten sich die Instrumente in Melodiestimme und Begleitung ab. Dies geschah fließend. Doch nicht so im letzten Stück "Cascabel" und das hatte auch seinen guten Grund. Denn: Die Klapperschlange - so die deutsche Übersetzung des Liedes - war in der Musik des Duos wiederzuerkennen. Die musikalische Umsetzeung der Spannung, des Angriffs und des ruhigen Wegschlängelns wurde mit Beifall des Publikums bedacht.

Frank Does und Raphaël Mélik - ein Duo, dessen Werdegang man im Blick behalten sollte und dessen Musik sicher noch so manchen Liebhaber finden wird.